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Walz

Walz: Strenge Arbeit, schmale Kost, geringer Lohn

Nach bestandener Lehre in einem Handwerksberuf bei einem Zunftmeister folgte eine gewisse Zeit als Geselle. Damit verbunden war manchmal auch eine berufliche Weiterbildung bei einem anderen Meister, seit langem auch im Ausland. Heute gilt diese Tradition fast nur noch für Zimmerleute. Wer in seiner Familiengeschichte zurückforscht, findet eine solche Walz vielleicht beim Gross-, Ur- oder Ururgrossvater. Sinnbildlich auch im Spruch „fremdes Brot essen“ enthalten. Als Geselle gehörte man früher jedoch zu den Besitzlosen, den Habenichtsen.
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Newsletter-Augenöffner

Die Newsletter des Vereins Netzwerk-verdingt haben ganz unterschiedliche Funktionen. Sie sind zunächst das Schaufenster der Organisation. Spielen eine wichtige Funktion in der Öffentlichkeitsarbeit, weil sie über die Mitglieder hinaus an wichtige Partner des Vereins, an einzelne Amtsstellen, Journalisten, Verlage, Gönner gehen. Als Ganzes bilden sie auch einen Grossteil der Tätigkeit und des Engagements ab. Die breite Themenvielfalt ist bewusst gewählt. Da Geschichtsvermittlung und Erinnerungsarbeit die zentralen Punkte des Wirkungsfeldes sind. Dies zeigt sich in ganz unterschiedlichen Blickpunkten, welche weit über das Sachgebiet Fremdplatzierung hinausgehen. Buchbesprechungen, historisch-wissenschaftliche Studien, Einzelportraits, Fragestellungen, Infos über Projekte, Publikationen, fotohistorische Werke und deren Verfasser. Für die Betroffenen der Fremdplatzierung ist der einzelne Newsletter auch ein Stück Bildung/Weiterbildung. Es gibt eine ganze Reihe ehemaliger Opfer sozialer Missstände, welche nie gewürdigt und deren Leiden nie thematisiert wurden. Für sie sind die Newsletter eine wichtige Plattform.
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Artikel, durch unseren letzten Newsletter angeregt:

Verdingt – und dann in die Legion

Emmental: Eine gewaltvolle Kindheit und kaum Aussichten auf Besserung. Nicht wenige Verdingbuben versuchten als junge Männer in der Fremdenlegion Frankreichs einen ­Neuanfang.

Artikel in der Emmentaler Wochen-Zeitung von 28. 1. 2021

Medienmitteilung des Bundesamtes für Justiz betreffend Gesuchseingabe:
Frist für Gesuch um Solidaritätsbeitrag aufgehoben

Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen können neu zeitlich unbeschränkt ein Gesuch um Solidaritätsbeiträge einreichen. Die entsprechende Änderung des Bundesgesetzes über die Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981 (AFZFG) ist auf den 1. November 2020 in Kraft getreten. Das Parlament hatte am 19. Juni 2020 beschlossen, die Frist ersatzlos zu streichen Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.bj.admin.ch/fszm.


Nicht zu vergessen

Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 22. März 2019 mit drei Porträts von Zeitzeugen.

Nur bedingt in Feierstimmung

Bild Keystone

Der runde Tisch, der Verdingten und anderen Opfern von Zwangsmassnahmen die Würde wiedergeben wollte, wurde im Mai 2018 aufgehoben. Aber viele Fragen seien noch gar nicht vom Tisch, sagen Betroffene.

Der Bund, 17. Mai 2018

Holzschnitt Emil Zbinden

Holzschnitt: Emil Zbinden