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Honoré Daumier

Honoré Daumier: Die Karikatur als gesellschaftspolitisches Instrument und Vehikel für ein geschärftes Geschichtsbewusstsein
Der Aufschwung der Karikatur in der Pariser Presse im 19. Jahrhundert ist den Verlegern der beiden satirischen Zeitschriften La Caricature und Le Charivari (Katzenmusik), sowie Künstlern wie Honoré Daumier zu verdanken. Die Wirren in der französischen Politik nach dem Tod Napoleons I, die Willkür der Regenten, die Blindheit und einseitige Parteinahme der Justiz, die strenge Zensur und der Strafgesetzartikel gegen die Majestätsbeleidigung schufen der Presse viele Angriffsflächen. Die Staatsmacht jedoch strengte unzählige Prozesse an, verhängte Bussen und brachte Verleger, Journalisten und Zeichner ins Gefängnis. Heute, 175 Jahre später, werden wir durch die aktuellen Vorgänge in der Türkei schmerzlich an diese Zeit daran erinnert.
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Peter Klaunzer

Verdingkinder, Portraits von Peter Klaunzer:
Ausstellung des Vereins netzwerk-verdingt im Käfigturm Bern


Die 25 Portraits von ehemaligen Heim- und Verdingendern, welche der Fotograf Peter Klaunzer für die Fotoagentur Keystone in Absprache mit dem Verein netzwerk-verdingt realisierte, markieren einen wichtigen Schritt hin zur Rehabilitation. Für Keystone haben die Bilder einen grossen Stellenwert, weil solche Aufnahmen von ehemaligen Verdingkinder aufgrund des fortgeschrittenen Alters in wenigen Jahren nicht mehr möglich sein werden. Es ist dazu Hommage an die Portraitierten und stellvertretend ebenso für die vielen Hunderttausenden, welche in den letzten zwei Jahrhunderten unerkannt und ungewürdigt auf der Strecke blieben.
Bis 30. Juni 2017 (verlängert).
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Verdingung in der Schweiz: Wie Kinder zu Sklaven wurden
Artikel aus RCKSTR Mag. vom 2.2.2017



Nationalrat stimmt Gegenvorschlag zur Wiedergutmachungs-Initiative zu
Medienmitteilung des Initiativkomitees

Vielen Verdingkindern wurde auch noch ihr Geld gestohlen

Es ist ein ungelöstes Problem: die veruntreuten Guthaben der Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen. Es sei «sehr viel Geld» veruntreut worden, sagt Walter Zwahlen, Präsident des Vereins «netzwerk-verdingt». So hätten auch Heime Geld abgezweigt, das Zöglinge erhalten sollten für neue Kleider oder Schuhe. Solche Missstände kommen ans Licht, weil immer mehr ehemalige Heim- und Verdingkinder Einblick in ihre Akten verlangen. Die Zahl der Gesuche ist sprunghaft angestiegen. Die Vergangenheit lässt die Betroffenen nicht los. In den Archiven herrscht Hochbetrieb.

Der Bund, 09.11.2015

Entschädigung für Verdingte

Einreichung Wiedergutmachungsinitiative
Die Wiedergutmachungs-Initiative verlangt, dass ein Fonds in der Höhe von 500 Millionen Franken eingerichtet wird. Eine überparteiliches Komitee hat in den letzten acht Monaten 110 000 beglaubigte Unterschriften gesammelt. Am Freitag wurde die Wiedergutmachungsinitiative offiziell bei der Bundeskanzlei eingereicht.

NZZ, 19.12.2014
Wiedergutmachungsinitiative


«Wo ist unser Geld?»

Verdingkinder: Misshandelt, versklavt – und dann noch bestohlen. Verdingkinder finden in ihren Akten Sparhefte. Es sind nachrichtenlose Vermögen – wohl in Milliardenhöhe.

Sonntags-Blick, 14,09.2014

Holzschnitt Emil Zbinden

Holzschnitt: Emil Zbinden