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Kindsmörderin

Kindsmörderinnen

Frauen, welche bis im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts aus Not und Verzweiflung ihr Kind töteten, endeten meistens auf dem Schafott. Die Gerichte verhörten die Fehlbaren, zum Teil sogar unter Folter und erzwangen so ein Schuldeingeständnis. Die Mehrheit der jungen, ledigen Frauen wurden durch irgendwelche Buschen und Männer geschwängert. Das galt als Unzucht, war illegal und wurde geahndet. Dem nach Gesetz eigentlich mitfehlbaren Kindsvater stellte man jedoch kaum je nach. Die Frau und Mutter war die Täterin und bekam die strenge Moral und das Verdikt der Justiz in aller Härte zu spüren. In den Untersuchungsorganen und Gerichten war natürlich kaum je eine Frau vertreten. Mitleid und Mitgefühl waren den damaligen Entscheidungsträgern fremd. Gnadengesuche wurden mehrheitlich abgelehnt. Leider sind nur wenige Schicksale schriftlich überliefert.
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Lesung


Ausstellung

Die Ausstellung «Ausgegrenzt & weggesperrt» wurde im ersten Halbjahr 2019 im öffentlichen Raum in einem begehbaren Pavillon inszeniert. Inzwischen ist sie nur noch online verfügbar.Sie trägt die Forschungsergebnisse der UEK nach aussen und will ein breites Publikum auf die Thematik der administrativen Versorgungen aufmerksam machen sowie Debatten anregen.

Nicht zu vergessen

Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 22. März 2019 mit drei Porträts von Zeitzeugen.

Nur bedingt in Feierstimmung

Bild Keystone

Der runde Tisch, der Verdingten und anderen Opfern von Zwangsmassnahmen die Würde wiedergeben wollte, wurde im Mai 2018 aufgehoben. Aber viele Fragen seien noch gar nicht vom Tisch, sagen Betroffene.

Der Bund, 17. Mai 2018

Holzschnitt Emil Zbinden

Holzschnitt: Emil Zbinden