Forderungen

Die Forderungen der ehemaligen Verdingkinder

1. Historische Aufarbeitung
2. Geschichtsvermittlung
3. Schaffung eines Kompetenzzentrums
4. Informations- und Dokumentationsplattform
5. Uneingeschränkte Akteneinsicht
6. Errichtung eines Härtefallfonds für die Betroffenen
7. Errichtung eines Kompetenzzentrums
8. Aufarbeitung der damaligen Behördenwillkür
9. Informations- und Dokumentationsplattform
10. Ausstehende Guthaben
11. Wiedergutmachung


1. Historische Aufarbeitung der Schweizer Sozialgeschichte
Die weitere historische Aufarbeitung der Fremdplatzierung durch Historiker/Soziologen und weitere Wissenschaftler.

2. Geschichtsvermittlung
Geschichtsvermittlung ist ein wichtiger Teil der Bildung, auch der politischen. Zusammen mit Betroffenen ist sie als oral history Erinnerungsarbeit und begegnet wirkungsvoll dem Vergessen.

3. Schaffung eines Kompetenzzentrums
Die Einrichtung einer Geschäftsstelle ist unverzichtbar, um den Betroffenen unkompliziert Hilfe leisten zu können. Manche der ehemaligen Verdingkinder haben durch Gewalt, Hunger, Verweigerung oder Unterlassung medizinscher Hilfe und sexueller Übergriffe bleibende Schäden oder leiden unter Alpträumen wegen der erlittenen Traumatas. Das Kompetenzzentrum muss deshalb neutral sein und über direkte Verbindungen zu unabhängigen Anwältinnen, Psychologinnen und Psychiaterinnen verfügen.

4. Informations- und Dokumentationsplattform
Das Kompetenzzentrum ist eine wichtige Drehscheibe. Es fungiert auch als Anlaufstelle gegen aussen. (Politiker, Medien, etc.) Weiter sammelt und dokumentiert es die relevanten Infos und Dokumente.

5. Uneingeschränkte Akteneinsicht
Das Kompetenzzentrum hilft bei der Aktensuche.

6. Errichtung eines Härtefallfonds für die Betroffenen
Für schwerwiegend Psychisch-, Physisch-, Sozialversehrte, welche bei Armut finanziell unterstützt oder unentgeltlich medizinische, psycholgische und oder juristische Hilfe beanspruchen können.

7. Errichtung eines Kompetenzzentrums
Die Einrichtung einer Geschäftsstelle ist unverzichtbar, um den Betroffenen unkompliziert Hilfe leisten zu können. Manche der ehemaligen Verdingkinder haben durch Gewalt, Hunger, Verweigerung oder Unterlassung medizinscher Hilfe und sexueller Übergriffe bleibende Schäden oder leiden unter Alpträumen wegen der erlittenen Traumatas. Das Kompetenzzentrum muss deshalb neutral sein und über direkte Verbindungen zu unabhängigen AnwältInnen, PsychologInnen und PsychiaterInnen verfügen.

8. Aufarbeitung der damaligen Behördenwillkür
Die damalige willkürliche Fremdplatzierungspraxis darf nicht verjähren und die Betroffenen müssen Anspruch auf Opferhilfe haben.

9. Informations- und Dokumentationsplattform
Das Kompetenzzentrum ist eine wichtige Drehscheibe. Es fungiert auch als Anlaufstelle gegen aussen. (Politiker, Medien, etc.) Weiter sammelt und dokumentiert es die relevanten Infos und Dokumente.

10. Rückzahlung der ausstehenden Guthaben
Mit Erreichen der Volljährigkeit wurde den ehemaligen Verdingkindern von der Vormundschaftsbehörden diese Sparheftguthaben in der Regel enteignet. Weiter haben einzelne Vormünder Kapital oder Immobilien von Mündeln veruntreut und sich persönlich bereichert.

11. Wiedergutmachung
Das Entgelt für diese Zwangsarbeit wurde ihm vorenthalten. Umgerechnet auf den heutigen Geldwert kommt man auf einen Betrag von Fr. 120‘000.–
Anrechnung der verlorenen Jahre bei der Pension, z. B. 100% AHV, Lücken müssen auch nach x Jahren noch gefüllt werden. Zurzeit werden Renten und Ergänzungsleistungen gepfändet oder zurückbehalten, obwohl diese Leistungen unpfändbar sind.
AHV-Lücken bis zum 25 Lebensjahr müssten auch jetzt noch ausgeglichen werden. Der Lebenslauf der Betroffenen muss bei IV Berechnungen mitberücksichtigt werden.
Menschen, die psychisch und physisch „auf der Strecke“ geblieben sind, sollen ein Anrecht auf eine ganze IV haben.
Einige, die noch leben, sind meist von der Invalidenversicherung oder der Sozialhilfe abhängig. Bei solchen „Sozialversehrten“ sollen die Behörden unkompliziert finanzielle Hilfe sprechen und von weiteren Schikanen Abstand nehmen. Sinnvoll wäre eine „Sozialversehrtenrente“.